24. Die Suche nach dem Guten

Werte in einer postreligiösen Welt

In einer Welt, die sich immer mehr von traditionellen Strukturen löst, beginnen Menschen, nach neuen Leitlinien für ein sinnvolles Leben zu suchen. Die Post-Religion-Ära hat eine Lücke hinterlassen, die viele mit der Suche nach dem Guten füllen. In diesem Blogartikel möchte ich die soziologischen Aspekte dieses Wandels beleuchten und wie Werte dabei eine zentrale Rolle spielen.

In unserer Gesellschaft sind Werte wie Individualität, Freiheit und Gerechtigkeit oft als erstrebenswert anerkannt. Dennoch erleben wir in Diskussionen zunehmende Aggressivität, da unterschiedliche Ansichten aufeinandertreffen. Dies könnte auf die antithetische Natur von Debatten zurückzuführen sein, wenn Menschen in starre Positionen verfallen und die Perspektive des anderen nicht mehr sehen.

Toleranz ist gefragt

Die falsch verstandene Toleranz könnte dazu beitragen, dass Menschen sich in ihren Meinungen bestätigt fühlen, ohne wirklich auf alternative Standpunkte einzugehen. Toleranz, richtig verstanden, ist jedoch entscheidend für den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Es erfordert die Bereitschaft, Vielfalt anzuerkennen und zuzulassen, dass verschiedene Perspektiven existieren.

In vielen Diskussionen neigen Menschen dazu, nur das Eine – ihre eigene Überzeugung – zu sehen und vernachlässigen dabei das Gesamtbild. Eine offene und respektvolle Kommunikation, die auf Toleranz basiert, könnte dazu beitragen, Brücken zwischen unterschiedlichen Ansichten zu bauen und zu einem tieferen Verständnis für komplexe gesellschaftliche Fragen beizutragen.

Dazu gehört für mich sich echtes Wissen anzueignen (wissenschaftliche Literatur zu lesen) und wenn man keine Ahnung hat, einfach sich nicht zu äußern. In einer komplexen Gesellschaft kann nicht jeder alles wissen. Daher ist es wichtig sich in bestimmten Themen etwas tiefer zu beschäftigen. Aber wie kann ich das Richtige vom Falschen unterscheiden?

Es fehlen hierfür Werte, Grundwerte des Zusammenlebens, Leitlinien für eine Marktwirtschaft usw..

Dabei wissen wir bereits wie es geht

Im Grunde müßte es klar sein, dass die Umwelt, die Natur als unsere Lebensbasis besonderen Schutz erfahren müßte.

Respekt dem Leben gegenüber, dem Mensch sein, und das Leben in Freiheit, sollte doch ein hohes Gebot sein.

Einen ehrlichen, gewaltfreien Umgang mit seinen Mitmenschen sollte selbstverständlich sein.

Dankbarkeit und Demut, statt Neid und Missgunst sowie Habgier sollte doch jeder beherrschen.

Also müssen wir gar nicht lange suchen, denn wir kennen die Werte für ein gutes Leben. Ich glaube aber, es muss ein neuer Vertrag miteinander geschlossen werden.

Gesellschaft und Vertrag für das Gute 

Umweltschützer und Klimaschutzaktivisten stehen heute im Zentrum einer Bewegung, die nicht nur die Verantwortung jedes Einzelnen, sondern auch die Verantwortung von Unternehmen und der Gesellschaft als Ganzes betont. Der Fokus verschiebt sich weg vom reinen Profitstreben hin zur Lösung gesellschaftlicher Probleme als neuen Maßstab für Fortschritt. Damit sind nicht die Klimakleber gemeint, die fast sektenartig und fanatisch nach dem Heil in der Welt suchen. Hier sind Menschen gemeint, die Wissen haben und am richtigen Platz verantwortlich agieren. Das kann eine Wohnungsvermietung sein, die ihre Mieter dabei unterstützt weniger Müll zu erzeugen und eine gut Nachbarschaft zu leben. Das kann der Autobauer sein, der seine eigene umweltfreundliche Energie erzeugt und recycelte Produkte verwendet. Aber auch der Chemielehrer in der Schule, der seine Schüler erklärt was wirklich für unsere Umwelt gut bzw. schlecht ist. Und ganz besonders stehen auch die Politiker in der Verantwortung, nicht auf Lobbyisten hören, sondern mit Herz, Verstand und Wissen echten Fortschritt voranzubringen.   

Moralische Standards und gelebte Werte werden zu Wegweisern in einer Welt, in der Empörung über die Handlungen anderer oft lautstark zum Ausdruck gebracht wird. Doch wie können wir sicherstellen, dass diese Empörung nicht in falscher Toleranz endet? Die Antwort liegt in der klaren Benennung von Grenzen und dem Verständnis, dass wahre Veränderung Demut erfordert.

Die Auseinandersetzung mit Machiavelli lenkt den Blick auf die Kompetenzen, die Menschen an Machtpositionen benötigen. Es geht nicht nur um Redefreiheit, sondern auch um die Verantwortung, fundierte Entscheidungen zu treffen. In einer Welt, in der jeder spricht, aber nicht unbedingt weiß, steht die Gefahr der Anmaßung im Raum.

Die Lösung

Die Lösung liegt im Bewusstsein über die eigene Einschätzung und der Bereitschaft, der Gesellschaft zu dienen. Kaizen, die kontinuierliche Verbesserung, wird zum Wegweiser für einen nachhaltigen Fortschritt. Denn wahre Stärke liegt nicht im Überhören von Werten, sondern im reflektierten Einsatz für eine bessere Welt.

Zum Nachdenken:

– höre auf dein Herz

– Achtsamkeit praktizieren 

– Zeit zum Nachdenken nehmen

– Sozialmedia etc. weglegen und zur Ruhe zu kommen

– Werte prüfen, wie lebe ich und was ist die Konsequenz daraus 

– den Katastrophenmodus abschalten und sich zurücknehmen 

– Dankbarkeit spüren statt Anspruchsdenken

– Demut haben

– den anderen versuchen zu verstehen 

– am Ende des Tages gütig zu denken, nicht verbittert werden

– liebevoll im Umgang mit sich und den anderen, scharf zu sehen, sich nicht verblenden lassen

– sich fragen, wie kann ich besser werden. 

Zum Nachdenken zur Veränderung der wichtigen Aspekte in der Gesellschaft 

– Unternehmen sind Diener einer Gesellschaftlichen und verpflichten sich gegenüber ethnischen Werten. Unethisches handeln wird bestraft und nicht mehr durch Gewinnmaximierung (Profit, Dividende) belohnt. 

– Gewerkschaften überprüfen die Unternehmen. 

– Die Ausbildung „Betriebswirtschaftslehre“ ist Ethik ein Hauptfach

– in der Schule gehört das Fach Ethik dazu

– Global einigt man sich auf ethische Werte und jede Gesellschaft unterzieht sich einer Prüfung.

– Probleme werden gelöst und nicht zerredet. 

– Reiche werden anhand ihrer verursachten Armut gemessen und korrigiert.

– Der Wert des Geldes ist nicht Macht, sondern dient dem Gemeinwohl. 

Die Kunst der Eintopf-Küche

Genuss in einem Topf

Selbstverständlich! Eintöpfe, Suppen und Brühen sind nicht nur köstlich, sondern auch äußerst vielseitig und nährstoffreich. Gerade in der herbstlichen Jahreszeit, wenn es draußen ungemütlich ist und der Herbstwind bläst, sind sie eine wahre Wohltat. Diese köstlichen Gerichte sind vielfältig und können nach traditionellen Rezepten, aus dem Internet oder von Sterneköchen zubereitet werden. Eintöpfe können Fleisch, vegetarisch oder vegan sein, sodass für jeden Geschmack etwas dabei ist.

Eintöpfe sind nicht nur Seelennahrung, sondern auch ein Beitrag zur kulinarischen Wellness. In meinem letzten Blogartikel habe ich über die Stärkung des Immunsystems geschrieben, und Eintöpfe passen perfekt dazu. Das langsame Köcheln der Zutaten in einem dampfenden Topf vermischt die Aromen und macht die Speise zart und köstlich.

Eintöpfe sind nicht nur herzhaft und hausgemacht, sondern auch äußerst vielseitig. Egal, ob an einem kalten Wintertag oder einem gemütlichen Sonntagnachmittag, Eintöpfe sind die Antwort auf das Verlangen nach einer sättigenden Mahlzeit. Sie sind oft eine Kombination aus komplexen Zutaten, die reich an Ballaststoffen, Vitaminen und etwas Fett sind – eine wahre Vitaminbombe, die lange satt hält.

Diese Art von Speisen ist auch besonders wertvoll für den Darm, da sie dazu beitragen, ihn zu entspannen. Einige Suppen werden sogar nachgesagt, dass sie vor Krebs schützen können. Wenn du deine Eintöpfe und Suppen frisch zubereitest, hast du die Kontrolle darüber, welche Zutaten hineinkommen. Mit einer heißen Suppe kannst du in den Herbst- und Wintermonaten dein Immunsystem stärken, dein Wohlbefinden steigern und gesund, fit und leistungsfähig bleiben.

Eintöpfe und Suppen sind nicht nur köstlich, sondern auch kostengünstig. Sie eignen sich besonders gut als Abendmahlzeit. Hühnereintopf wird sogar wahre Heilkraft nachgesagt, während Kartoffeleintopf gut für den Darm ist. Brühen sind nahrhaft, enthalten viel Flüssigkeit und können dazu beitragen, Schleimbildung der Lunge zu unterstützen und das Schwitzen anzuregen.

Überlege, öfter mal einen Eintopf, eine Suppe oder Brühe zu kochen. Sie lassen sich gut vorbereiten, sind ideal für gesellige Runden, können eingekocht oder eingefroren werden, um Vorräte anzulegen, und schmecken oft am nächsten Tag noch besser. Eintöpfe sind nicht nur köstlich, sondern auch eine hervorragende Möglichkeit, sich in der kalten Jahreszeit rundum wohl und gesund zu fühlen.

Es gibt etwas Besonderes in einem dampfenden Topf Eintopf, der auf dem Herd köchelt. Die Aromen vermischen sich langsam, die Zutaten werden zart und die Vorfreude auf den ersten Löffel ist kaum zu überbieten. 

Konnte ich dich nun davon überzeugen öfters mal einen Eintopf, Suppe oder Brühe zu kochen?

Die Magie der Eintöpfe

Eintöpfe sind zeitlose Klassiker in der Welt der Kulinarik. Sie bieten eine hervorragende Möglichkeit, verschiedene Aromen und Zutaten miteinander zu kombinieren. Von herzhaften Fleischeintöpfen bis zu vegetarischen Kreationen – die Möglichkeiten sind endlos. Der langsame Garprozess in einem Topf ermöglicht es den Zutaten, ihre Aromen vollständig zu entfalten, was zu einem tiefen und reichen Geschmack führt.

Ein Raffiniertes Rezept: Mediterraner Linseneintopf

Zutaten:

– 1 Tasse grüne oder braune Linsen

– 1 Zwiebel, gewürfelt

– 2 Karotten, gewürfelt

– 2 Selleriestangen, gewürfelt

– 3 Knoblauchzehen, gehackt

– 1 Dose gehackte Tomaten

– 4 Tassen Gemüsebrühe

– 1 TL Kreuzkümmel

– 1 TL Paprika

– 1 TL getrockneter Thymian

– Salz und Pfeffer nach Geschmack

– Olivenöl

– Frische Petersilie zum Garnieren

 

Anleitung:

1. Erhitzen Sie etwas Olivenöl in einem großen Topf. Fügen Sie die gewürfelte Zwiebel, Karotten und Sellerie hinzu und sautieren Sie sie, bis sie weich sind.

2. Fügen Sie den gehackten Knoblauch, Kreuzkümmel und Paprika hinzu. Rühren Sie die Gewürze gut ein, bis sie duften.

3. Geben Sie die Linsen, gehackte Tomaten, Gemüsebrühe und Thymian hinzu. Lassen Sie den Eintopf aufkochen und reduzieren Sie dann die Hitze. Lassen Sie ihn etwa 30-40 Minuten köcheln, bis die Linsen weich sind.

4. Ein Drittel von den festen Zutaten abnehmen. Den Rest pürieren und die festen Zutaten danach wieder dazugeben. 

5. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

6. Servieren Sie den Linseneintopf heiß, garniert mit frischer Petersilie.

Dieser mediterrane Linseneintopf ist eine Explosion der Aromen und eine Hommage an die Vielfalt, die Eintöpfe bieten. Er ist herzhaft, gesund und perfekt für die ganze Familie.

Die besondere Vitaminbombe: Rezept Wirsingkohleintopf

Zutaten:

  • 1 Zwiebel, gewürfelt 
  • 3 Karotten, gewürfelt
  • 2 Petersilienwurzeln, gewürfelt
  • 3 Knoblauchzehen, gehackt
  • 4 Kartoffeln geschält und gewürfelt
  • 1/2 Kopf Wirsing, in zarten Streifen geschnitten
  •  1 Liter Gemüsebrühe oder Fleischbrühe
  • 1 TL Kümmel
  • Salz und Pfeffer nach Geschmack
  • zum Schluss eine Prise Muskat
  • Olivenöl
  • Frische Petersilie zum Garnieren

Anleitung:

  1. Erhitze etwas Olivenöl in einem großen Topf. Füge die gewürfelte Zwiebel, Karotten und Wurzeln hinzu, dann auch den Wirsing und sautieren sie, bis sie weich sind.
  2. Füge die Kartoffelwürfel dazu.

3. Füge den gehackten Knoblauch und Kümmel hinzu. Rühre die Gewürze gut ein, bis sie duften.

4. Gebe die Brühe dazu und lasse den Eintopf aufkochen und reduziere dann die Hitze. Lasse ihn etwa 15-20 Minuten köcheln, bis die Kartoffeln weich sind.

5. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. 

6. Servieren Sie den Eintopf heiß, garniert mit frischer Petersilie.

Dieser Eintopf kann vegetarisch oder auch mit Fleisch zubereitet werden. Mein Mann liebt kleine Hackfleischbällchen im Eintopf. Ich mag auch gerne Bandnundeln als Einlage, dann lasse ich aber die Kartoffeln weg. 

Brühe, als Grundlage für Eintöpfe und als Vorrat

Rezept Hühnerbrühe

Zutaten:

1,2 kg Hühnerkarkassen

1 TL Tomatenmark

1 Möhre groß und längs geteilt

1 Zwiebel mit Schale, halbiert

1 Stange Bleichsellerie

2 Lorbeerblätter 

2 Pfefferkörner 

2 Wacholderbeeren 

1/2 Anisstern

1 TL Koriander

1 Stück Ingwer klein geschnitten

1 Knoblauchzehe 

Öl

 

Anleitung:

In einem großen Topf die Karkassen anbräunen, Tomatenmark dazu geben und ebenfalls anschwitzen. Die restlichen Zutaten zu den Karkassen geben und mit 6 Liter Wasser bedecken. Bis zum Siedepunkt erhitzen und 3 – 4 Stunden ziehen lassen. Den Schaum immer wieder abschöpfen. Abschmecken und durch ein Sieb geben. Nach dem Abkühlen entfetten und für weitere Rezepte verwenden. Eignet sich gut zum Einkochen. 

 

Und noch mehr:

Rezept Fleischbrühe

Genauso wie bei der Hühnerbrühe verfahren. Karkassen durch Fleischknochen oder Suppenfleisch ersetzen.

Rezept Fischfond

Hier werden die Gräten der Fische nicht angeröstet. Statt Tomatenmark kommen frische Tomaten dazu. Als Gewürz eignet sich Fenchel und Senfsaat gut. Aber auch Petersilienstiele und Dillstiele. 

Rezept Gemüsebrühe

Wenn du sehr viel kochst, dann lohnt es sich Gemüseabschnitte gewaschen einzufrieren und wenn sich eine größere Menge angesammelt hat, kochst du eine Brühe. Gemüse kurz anschmoren und mit Wasser bedecken, ca. 20 Minuten ziehen lassen und durch ein Sieb gießen.

Das Immunsystem im Herbst stärken

Die Magie des Herbstes

Der Herbst ist zweifellos eine der faszinierendsten Jahreszeiten. Die Blätter verfärben sich in warmen Rottönen und leuchtenden Goldtönen, die Luft wird kühler, und die Natur bereitet sich auf den Winterschlaf vor. Doch was macht der Herbst mit uns, und warum ist er eine perfekte Zeit, um eine Auszeit zu nehmen? Im Herbst kann man auf sehr unterschiedliche Art und Weise entspannen. Besonders geeignet ist an den sogenannten Schlechtwettertagen, das Immunsystem im Wellnessbereich der Therme oder Sauna zu stärken.

Der Herbst und die Veränderung der Jahreszeiten wirken sich auf uns auf vielfältige Weise aus. Wenn die Tage kürzer werden und die Dunkelheit früher einbricht, fühlt man sich oft aus dem Takt gebracht, besonders wenn man viel in geschlossenen Räumen verbringt und am PC sitzt. Ein Mangel an Tageslicht kann eine gewisse Melancholie auslösen und es erschwert das Verlassen des warmen Bettes und das Überwinden des inneren Schweinehunds. Gerade in dieser Zeit ist es jedoch besonders wichtig, auf sich selbst zu achten und sich Gutes zu tun.

Wenn es möglich ist, mache ich nach dem Mittagessen gerne einen Spaziergang an der frischen Herbstluft. Oft bewegen wir uns zu wenig im Herbst und Winter, deshalb sind diese kleinen Spaziergänge so entscheidend. Zwischendurch aufstehen und ein paar Dehnübungen machen tun ebenfalls gut. Heute habe ich sogar einen Termin bei einem Frauenfitnessstudio, wo ich eine Probestunde mache und in einem späteren Blogartikel über meine Fortschritte berichten werde.

Zeit für Entspannung in der Therme

 

Eine hervorragende Möglichkeit, dem Herbstblues zu entkommen und Körper sowie Seele zu verwöhnen, ist ein Tag in der Therme oder Sauna. Dort können wir uns dem Rhythmus der Jahreszeiten hingeben, indem wir kalte und warme Wasserbehandlungen genießen. Diese haben nicht nur positive Auswirkungen auf unsere Gesundheit, sondern bringen auch Entspannung. Kalt-Warm-Anwendungen tun auch meinem Blutdruck gut, da die Arterien sich dabei dehnen. 

Die Kontrastanwendungen in der Therme, bei denen wir zwischen heißen Saunagängen und kalten Tauchbecken wechseln, stimulieren die Durchblutung und stärken unser Immunsystem. Gleichzeitig entspannen sie die Muskulatur und sorgen für ein tiefes Gefühl der Entspannung. Dies ist besonders wichtig, da der Herbst oft von stressigen Verpflichtungen und dem Beginn der dunklen Jahreszeit begleitet wird.

Ein Tag in der Therme bietet nicht nur körperliche Vorteile, sondern ermöglicht es uns auch, dem hektischen Alltag zu entkommen und in eine Welt der Ruhe und Erholung einzutauchen. Wir können uns Zeit für uns selbst nehmen, abschalten und den Gedanken freien Lauf lassen. Der Herbst ist die perfekte Zeit, um zu meditieren, zu reflektieren und neue Energie zu tanken.

Darüber hinaus ist die Therme im Herbst oft weniger überlaufen als in den Sommermonaten, was die Ruhe und Entspannung noch intensiver macht. Die Atmosphäre inmitten des Herbstlaubs und der angenehm kühlen Luft verleiht dem Wellnesserlebnis eine besondere Magie.

Wenn ich keine Zeit habe, mache ich gerne Kalt-Warm-Kneippgüsse in der Badewanne.

Insgesamt ist der Herbst eine Zeit der Veränderung und der Selbstfürsorge. Indem wir uns eine Auszeit in der Therme oder Sauna gönnen, können wir die einzigartige Schönheit dieser Jahreszeit genießen und gleichzeitig unsere eigene Gesundheit und Entspannung fördern. Lasse  den Herbst zur Jahreszeit der Erholung und des Wohlbefindens werden, und gönne dir einen Tag in der Therme, um den Herbst in vollen Zügen zu genießen.

 

Schreibe mir gern, was du im Herbst tust um dein Immunsytem zu stärken!

21. Mein Cwtch

Walisische Gemütlichkeit in der Ferne

In einer Welt, in der jede Kultur ihre eigene Art hat, Gemütlichkeit zu schaffen, bin ich stolz darauf, meine Wurzeln in Wales zu haben. Geboren in einer kleinen Stadt in dieser wunderschönen Region, habe ich von klein auf gelernt, wie wichtig es ist, sich inmitten der Unbill des Wetters und des Alltags an einem sicheren Ort geborgen zu fühlen. Die Waliser nennen dieses Gefühl “Cwtch”, und es bedeutet so viel mehr als nur eine herzliche Umarmung.

Während die Skandinavier das berühmte “Hygge” und die Engländer das “cosy” haben, und die Schotten auf “coorie” schwören, ist das “Cwtch” für die Menschen in Wales ein Eckpfeiler des Lebens. Es ist ein Gefühl von Wärme, Geborgenheit und Trost, das uns durch die rauesten Stürme des Lebens begleitet.

Besonders deutlich wird dieses Gefühl in den traditionellen walisischen Pubs und Tearooms. Inmitten von dampfenden Teekannen, dem Gemurmel von Gesprächen und dem Flackern der Kerzen spürt man die Magie des “Cwtch”. Es ist, als ob die Zeit stillsteht, und die Hektik des Alltags draußen bleibt. Hier fühlt man sich sicher, umhüllt von einer unsichtbaren Decke aus Liebe und Freundschaft.

Ich habe dieses Gefühl der Geborgenheit und Wärme, das ich in meiner Heimat erfahren habe, zu meinem Lebensprinzip gemacht. Besonders in den ungemütlichen Tagen, wenn der Regen gegen die Fensterscheiben prasselt und der Wind um das Haus heult, sorge ich für mein eigenes kleines “Cwtch”. Hier sind einige meiner persönlichen Rituale, die mich an Wales erinnern und mir helfen, diese Gemütlichkeit zu erleben:

Meine Tipps:

1. Wärme: Ich umgebe mich mit kuscheligen Decken und flauschigen Kissen, um mich selbst zu umarmen und zu wärmen.

2. Kerzen: Das warme, beruhigende Licht von Kerzen schafft eine Atmosphäre der Entspannung und Behaglichkeit. Besonders die Lichtgestaltung bringt so viel Atmosphäre in deine Wohnung und macht diese zu einem sicheren Ort.

3. Tee: Eine Tasse heißen Tees, vorzugsweise in meiner walisischen (Assamtee mit Milch) Tasse, hilft, die Seele aufzuwärmen. Seelenwärmer sind auch heiße Schokolade oder ein Chai.

4. Backen und Kulinarisches: Der Duft von frisch gebackenem Brot oder Gebäck erfüllt das Haus und weckt Erinnerungen an gemütliche Familienmahlzeiten. Ob nun Scones, Welshcake oder Teekuchen, Bara birth ist ein Früchtebrot, welches warm aus dem Ofen mit einem Hauch salziger Butter besonders gut schmeckt. Aber auch ein Käse aus Snowdonia mit Port & Brandy sind der abolute Hammer. Kaviar – Laverbread (Algen) -ist nichts für Jedermann, ich mag es. Natürlich trinke ich eher selten aber sehr gerne Pernderyn Sherrywood Single Malt oder Brecon Gin. 

5. Lesen:  Ein gutes Buch ist wie ein Ticket in eine andere Welt, in der man sich verlieren kann. Derzeit gibt es wieder so viele schöne Bücher. Ich glaube der Trend nach der “Netflix-und-Co-Welle” geht wieder zurück zum guten Buch. Dank meiner lieben Freunde habe immer wieder etwas Neues zu lesen und zu entdecken. Und was liest Du?

6. Musik hören: Walisische Musik bringt die Klänge meiner Heimat in meine vier Wände und schafft eine Verbindung zur Vergangenheit. Bevorzugt höre ich aber sehr gerne Jazz, Klassik und Chill-out-Musik. Gerne mag ich neue Musik in Verbindung zu den alten Wurzeln. 

7. Malen:  Kreativ sein und mit Farben arbeiten, erlaubt mir, meine Gedanken zu ordnen und meiner Fantasie freien Lauf zu lassen. Beim Malen bin im Flow, schalte völlig ab und genieße das Hier und Jetzt.

Wales mag zwar für viele Menschen ein kleines Fleckchen auf der Weltkarte sein, aber für mich ist es der Ort, an den ich mich immer wieder zurücksehne, wenn das Leben hektisch wird und das Wetter trüb und ungemütlich ist. Mein “Cwtch” ist meine Zuflucht, mein sicherer Hafen, der mir hilft, die Stürme des Lebens zu überstehen. Und ich bin dankbar dafür, dass ich ein kleines Stück walisische Gemütlichkeit überallhin mitnehmen kann, wohin das Leben mich führt.

Hast du auch so schöne Rituale für die ungemütliche Zeit? Nimmst du dir Zeit für gemütliches Stunden in deinem zu Hause? Hast du dafür auch ein Wort, einen persönlichen Ausdruck oder vielleicht eine bestimmte Musik? Dann schreibe mir gern, ich freue mich über eine Nachricht.

 

Die Magie des Brotbackens

Ein neues Kapitel einfach Brote mit Hefe oder Sauerteig

Brotbacken war für mich immer ein Mysterium. Das einfache Zusammenspiel von Mehl, Wasser, Hefe und Salz schien wie eine Kunst, die ich nie zu beherrschen vermochte. Doch vor kurzem wagte ich mich an ein Rezept, das mein Interesse weckte – das Kürbisbrot aus dem WDR. Dieses Abenteuer führte mich nicht nur in die Welt des Brotbackens, sondern öffnete auch eine Tür zur Sinnlichkeit, Entspannung und Kreativität.

Mein erster Schritt in die Welt des Brotbackens war die Herstellung meines eigenen Sauerteigs. Noch nie zuvor hatte ich mich an diesen magischen Teig gewagt, der allein durch die Mikroorganismen in der Luft und auf dem Mehl zum Leben erweckt wird. Das Ansetzen des Sauerteigs war ein Akt des Vertrauens und der Geduld, da ich lernte, dass er Zeit brauchte, um zu gedeihen. Es faszinierte mich, wie dieser Teig allmählich an Volumen und Aromen gewann.

Ein Höhepunkt des Brotbackens, der mich jedes Mal aufs Neue fasziniert, sind die sinnlichen Aspekte des Prozesses. Der Teig in meinen Händen zu spüren, ihn zu kneten und zu formen, weckte meine Sinne auf eine Weise, die ich nicht erwartet hatte. Die Textur des Teigs, die Haftung an den Fingern und der süße, erdige Duft von frischem Mehl und Hefe erzeugten eine  Verbindung zur Handwerkskunst, die ich zuvor nicht kannte.

Während das Brot im Ofen vor sich hin duftete, fand ich mich in einer Art meditativen Zustand wieder. Die Konzentration auf die Aufgabe vor mir half mir, den Stress des Alltags loszulassen. Die Kombination aus dem rhythmischen Kneten und der Vorfreude auf das fertige Brot sorgte für Momente der Gelassenheit und inneren Ruhe.

Das Kürbisbrot aus dem WDR-Rezept war eine Offenbarung. Die süße, erdige Note des Kürbisses vermählte sich perfekt mit den Aromen des Hefeteigs. Der Anblick des goldbraunen Laibs, der aus dem Ofen kam, war ein Triumph, der meine Küche in ein Paradies des Backens verwandelte. Und dieses Brot ist so einfach in der Herstellung . 

Kürbisbrot im Herbst ist eine Offenbarung

Brotbacken hat mir nicht nur ein köstliches Ergebnis beschert, sondern auch eine neue Leidenschaft und eine Möglichkeit, Stress abzubauen. Die Verbindung zur Sinnlichkeit von Teig und Gerüchen sowie die meditative Qualität des Backens haben mein Leben bereichert. Es ist erstaunlich, wie eine scheinbar einfache Aktivität so viel Freude und Erfüllung bieten kann. Brotbacken ist für mich nicht nur Kochen, sondern eine kreative Reise, die ich in meine tägliche Routine integrieren werde. 

Echtes französisches Baguette

Als nächstes backte ich Baguettes. Knusprig und duftetnd, passend zu Käse und Wein.

Sauerteig oder Hefebrot?

Nach fünf tagen war mein erster Ansatz Sauerteig (Anstellgut) fertig. Jetzt konnte ich richtig loslegen. Das fühlte sich nicht nur gut an, sondern die Herstellung des Sauerteiges ist eine fazinierende Sache. Hierzu habe ich sämliche Bücher und Artikel dazu verschlungen. Dabei hat jeder sein eigenen Geheimrezept.

Roggenbrot und der Wunsch nach mehr

Hast Du schon ein Brot gebacken? Was ist dein Lieblingsrezept? Ich werde mich demnächst auch an “gluten-free” Brotrezepte heranwagen. Zuvor noch probiere ich das Roggen-Weizenbrot mit Sauerteig und Hefe. Mmmh 🤤 

Rote Bete ein prachtvolles Gemüse

Rote Bete auf Salz im Ofen gegart und Rotebetesalat mit Räucherfisch

Rote Bete – eine Knolle, die oft unterschätzt wird. Doch sie hat so viel mehr zu bieten als nur ihre auffällige Farbe. In diesem Blogartikel entführen wir dich in die kulinarische Welt der Rote Bete und zeigen dir zwei köstliche Rezepte, garniert mit einigen amüsanten Anekdoten.

Die Rote Bete im Ofen: Ein Abenteuer mit Salz

Unsere Reise beginnt mit einem einfachen, aber dennoch beeindruckenden Rezept: Rote Bete auf Salz im Ofen gegart. Dieses Gericht lässt die Rote Bete in ihrer vollen Pracht erstrahlen und verleiht ihr eine ganz besondere Note.

 Zutaten:

– 4 mittelgroße Rote Beten

– 1 kg grobes Meersalz

– Frischer Rosmarin

– Olivenöl

– Schwarzer Pfeffer

– Zitrone

– Balsamico

 Anleitung:

1. Den Backofen auf 160°C vorheizen. (Umluft)

2. Die Rote Beten gründlich waschen und abtrocknen.

3. Das grobe Meersalz auf einem Backblech verteilen und die Rote Beten darauf platzieren.

4. Frischen Rosmarin über die Beten streuen und mit Olivenöl beträufeln.

5. Das Backblech in den Ofen schieben und die Beten 60-90 Minuten backen, bis sie weich sind.

6. Die gegarten Rote Beten aus dem Salz holen, schälen und in Scheiben schneiden. Mit frisch gemahlenem schwarzen Pfeffer würzen

7. Mit Olivenöl, Balsamico oder/und Zitrone ( auch Abrieb) abschmecken. 

8. Pur genießen oder mit einem Topping versehen: Schafskäse, Birne/Roquefort, Croutons, Äpfel/Nüsse oder Fisch. Auch Kräuter, Knoblauch und rote Zwiebeln. 

Die Anekdoten hinter den Rezepten

Ich hatte mal wieder vergessen Handschuhe anzuziehen. Meine Hände waren mit einem kräftigen Rot überzogen. Beim Pellen, Schneiden und Raspeln hielt ich die Bete in den Händen. Zum Glück hatte ich aber eine Schürze an, so dass die Kleidung unversehrt blieb.

Achtung: Bitte achte darauf, dass die Rote Bete unversehrt auf dem Salzbett liegt. Ansonsten nimmt sie zu viel Salz an. Du kannst auch einen Salzteig (Salz und Eiweiß) machen und die Bete ganz abdecken. Viele geben die Bete in Alufolie, achte dann darauf, dass du genügend Gewürze dazu tust. Durch das Backen (nicht kochen) bekommt sie einen besonders intensiven Geschmack. Natürlich kannst du sie auch roh verwenden, aber wenn du das Rezept ausprobierst, wirst du Rote Bete immer so zu bereiten.

Nun, gestärkt von dieser Inspiration, machen wir uns an unser Rezept:

 

Rotebetesalat mit Räucherfisch

 

Zutaten:

– 2 geräucherte Maränen (Renken, Forelle, Makrele) oder eines der anderen Toppings

– 2 Rote Beten, wie oben gegart und gewürfelt

– 1 Apfel, gewürfelt

– 1 Zwiebel, fein gehackt

– geröstete Kürbiskerne

– 2 Esslöffel saure Sahne

– 2 Esslöffel Öl (Oliven)

– 1 Esslöffel Essig

– 1 Esslöffel Dijon-Senf

– Saft einer Zitrone

– Salz und Pfeffer nach Geschmack

– Frischer Dill zum Garnieren

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Anleitung

1. Die geräucherten Fischfilets in kleine Stücke zupfen und beiseite legen.

2. In einer großen Schüssel die gewürfelten Rote Beten, den gewürfelten Apfel und die gehackte Zwiebel vermengen.

3. Für das Dressing das Öl, den Essig, den Dijon-Senf und den Zitronensaft miteinander verrühren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.

4. Das Dressing über den Salat gießen und gut vermengen.

5. Auf Teller anrichten und die Sahne sowie sie geräucherten Filetstücke vorsichtig oben auf geben.

6. Mit frischem Dill und Kürbiskernen garnieren und servieren.

Fazit

Die Rezepte beweisen, dass Rote Bete viel mehr ist als nur ein Gemüse mit auffälliger Farbe. Sie kann vielseitig zubereitet werden und überrascht mit ihrem einzigartigen Geschmack. Viele Menschen haben noch eine Hausrezept und legen Rote Bete ein. Dies schmeckt viel besser als die Rote Bete aus dem Glas im Supermarkt. 

Probier diese Rezepte aus, und lass dich von der kulinarischen Vielfalt der Rote Bete überraschen. Vielleicht entdeckst du auch bald deine eigenen Geschichten und Erinnerungen rund um dieses wunderbare Gemüse. Guten Appetit!